Warum Snapchat ein Muss für jeden Brand ist

Ein Beitrag von Fabienne Wernli um 15.06.2016 17:17:29
Fabienne Wernli

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Jeder, der die letzten Jahre nicht hinter dem Mond verbracht hat, weiss es inzwischen: Snapchat ist das nächste grosse Ding. Während sich viele noch mit Facebook, Twitter und Instagram herumschlagen, sind die Jungen schon lange zum nächsten Social Network abgewandert und fleissig am «snappen». Na toll, denkt man sich da als Marketingverantwortlicher, was ist denn das schon wieder und brauchen wir das wirklich? Die Antwort lautet ganz klar: Ja!

Denn Snapchat ist weiterhin auf dem Vormarsch. Mittlerweile hat es auch die Smartphones der Ü20-Jährigen erobert. Und das nicht ohne guten Grund, denn die angesagte Messaging-App bietet unzählige Features und Möglichkeiten, bei denen altbekannte Social Networks einfach nicht mehr mithalten können. Die Kurzlebigkeit der Inhalte führt zu einem einzigartigen Chat-Erlebnis. Es gibt kein mühseliges Sammeln von Likes, Watches oder Clicks mehr. Ist der Countdown abgelaufen, wird der Snap von ganz einfach gelöscht. Was ich also poste, bleibt nicht für immer im Internet, sondern ich kann selbst bestimmen, wer meine Inhalte wie lange ansehen darf.

Trotz, oder vielleicht gerade wegen dieser leichten Bedienung, verwirrt Snapchat noch immer viele Nutzer und auch Unternehmen. Dabei bietet die App gerade dem Marketing viele Chancen. Hier also ein kurzer Überblick, wie Snapchat auch für Ihr Unternehmen zu einem nützlichen Tool werden kann.

Einsteigen ist leicht

Hat man die App heruntergeladen, seinen Account eröffnet und alle wichtigen Kontakte importiert, ist man auch schon bereit, fleissig die ersten Snaps zu erstellen. Es gibt allerdings einige Punkte zu beachten.

Wie die Kamera funktioniert, sollte man bereits wissen. Rechts oben gibt’s die Möglichkeit, zwischen Front- und Selfiekamera hin und her zu switchen, links kann man den Blitz ein- und ausschalten. Drückt man auf das kleine Geistchen oben in der Mitte des Bildschirms, kommt man zurück zum Startbildschirm.

Die zwei wirklich wichtigen Funktionen befinden sich allerdings unten am Bildschirm. Drückt man links, kommt man zur Kontaktansicht. Hier kann man sich die Snaps ansehen, die man individuell an seine Kontakte geschickt oder von diesen erhalten hat.

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Drückt man rechts, kommt man zu den sogenannten «Snapchat Stories». Stories sind Sammlungen verschiedener Snaps, die man sich 24 Stunden lang immer wieder ansehen kann. Anders als ein normaler Snap sind diese Bilder also länger verfügbar als ein paar Sekunden. Der User kann selbst bestimmen, welchen seiner Snaps er zu seiner Story hinzufügen möchte.

Ein weiterer, wichtiger Unterschied: Snapchat zeigt hier nicht nur Stories der eigenen Kontakte, sondern auch platzierte Geschichten, beispielsweise von aktuellen Events oder Brands, die dafür bezahlt haben.

Zwei Ansätze

Man sieht es also schon hier: Es gibt zwei verschiedene Wege, den Kanal zu bespielen. Einerseits ist da die Möglichkeit, als Unternehmen einen eigenen Kanal zu betreiben und seine Follower mit Snaps und Stories aus den eigenen Reihen zu unterhalten. Die Möglichkeiten hierfür sind endlos: Produkt Sneak Peeks, Behind the Scenes Bilder und Videos, interne Events, Wettbewerbe, spezielle Aktionen für Snapchat-User, etc. 

Der zweite Weg ist, für direkte Platzierung des eigenen Contents auf der Plattform zu bezahlen. So kann beispielsweise eine Story von Tausenden von Usern und potenziellen Followern (aka Kunden) gesehen werden. Eine zweite Möglichkeit ist es, spezielle Filter für Snapchat-User zur Verfügung zu stellen.

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Bild via mashable.com

Filter funktionieren wie eine Art digitaler Masken, die bei der Selfiekamera über das eigene Gesicht gelegt wird. Es besteht bereits eine breite Auswahl an verschiedenen Filtern, die von Snapchat zur Verfügung gestellt werden. Laufend werden auch Neue hinzugefügt. Das ist natürlich eine riesige Chance fürs Content Marketing – ein gutes Beispiel dafür sind die X-Men Filter zum Release von X-Men Apocalypse in 2016. Tausende User haben die Filter benutzt, mit ihren Freunden sowohl auf Snapchat als auch über ihre anderen Social Media Kanäle geteilt – und damit kräftig die Werbetrommel für den neuen Film gerührt.

Fazit: Snapchat ist gekommen, um zu bleiben. Und so schnell führt kein Weg daran vorbei. Also am besten gleich loslegen mit dem Snappen!